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Rettungsaktion EINTRACHT
« am: Heute um 19:12:32 »
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Rettungspaket für die Eintracht geschnürt - Stadion soll „Eintracht-Stadion“ heißen
Braunschweig. Fünf Sponsoren (Braunschweigische Landessparkasse, Braunschweiger Versorgungs-AG/BS|ENERGY, die Öffentliche Versicherung Braunschweig, die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg und Volkswagen Financial Services) haben sich entschlossen, zur Sicherstellung des Spielbetriebes von Eintracht Braunschweig in der 3. Liga gemeinsam die Namensrechte am Städtischen Stadion an der Hamburger Straße zu erwerben. Das Stadion soll dann offiziell den Namen „Eintracht-Stadion“ führen. Die ausgehandelte Summe, die von allen fünf Unternehmen zu gleichen Teilen aufgebracht wird, fließt an die Stadthallen GmbH (Betreiberin des Stadions) und wird von ihr in voller Höhe direkt der Eintracht zur Verfügung gestellt. Diese erfreuliche Einigung bei einem Gipfelgespräch am heutigen Vormittag im Rathaus konnte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann jetzt mitteilen.
Über die genaue Summe wurde noch bis zur morgigen Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Stillschweigen vereinbart, damit dieser morgen vom Oberbürgermeister unmittelbar über das Verhandlungsergebnis unterrichtet werden und dann den entsprechenden Beschluss fassen kann.
Allerdings reicht die bei den Verhandlungen erzielte Gesamtsumme nicht voll aus, um Eintrachts Liquidität gegenüber dem DFB in Höhe von 245.000 Euro nachzuweisen. Bis morgen Mittag wollen der OB und der Eintracht-Präsident weitere Sponsoren für die Eintracht zur Abdeckung dieser Lücke mobilisieren. „Wir sind uns beide sicher, dass das im Zuge der allgemeinen Euphorie, die die ganze Region erfasst hat, gelingt“, erklärt Hoffmann.
Zusätzlich werden auch noch Sponsoringmittel benötigt, um auch den Braunschweig Lions eine bestimmte, deutlich kleinere Summe als zusätzliche Sponsoringeinnahme zur Verfügung zu stellen. Damit sollen auch die Lions von der Marketingaktion im Zusammenhang mit dem Stadionnamen profitieren. Die entsprechenden drei zusätzlichen Lions-Sponsoren hat der OB schon gewonnen und wird auch darüber morgen berichten.
Bis morgen Vormittag müssen noch einige - zum Teil rechtlich und finanzwirtschaftlich komplizierte - Einzelheiten für den Sponsoringvertrag zu Papier gebracht und dann dem Verwaltungsausschuss am frühen Nachmittag zugeleitet werden. Nach Auskunft des Oberbürgermeisters ist noch einiges zu klären, aber es gebe nach jetzigem Kenntnisstand keine unlösbaren Probleme mehr.
Der Vertrag wird auch einen Aufschlag auf die jetzt vereinbarte Summe für den Fall des Ausbaus des Stadions enthalten. Bekanntlich hatten die städtischen Gremien und der Aufsichtsrat der Stadthallen GmbH entsprechende Beschlüsse gefasst, als die Eintracht in der 2. Liga spielte. Auch war bereits ein Wettbewerbssieger für die Planung ermittelt und ein beträchtlicher Anteil an Vorbereitungskosten aufgebracht worden. Nach dem Abstieg in die 3. Liga (und dem drohenden Absturz in die 4. Liga) und den neu aufgetretenen Finanzproblemen bei Eintracht Braunschweig war der Stadionausbau dann zunächst nicht weiter verfolgt worden.
In Übereinstimmung mit der Gesprächsrunde am heutigen Vormittag wird der Oberbürgermeister eine Initiative zur Wiederaufnahme der Ausbauplanungen starten. Dr. Hoffmann: “Nach dem schrecklichen Blick in den Abgrund müssen wir jetzt alles tun, dass sich so etwas nicht wiederholt. Der Verein braucht dauerhafte, solide und gesicherte Einnahmequellen. In der neuen eingleisigen 3. Liga herrschen hoch professionelle Wettbewerbsbedingungen. Viele Wettbewerber treten unter Zweitligabedingungen an - einige sogar unter Erstligabedingungen (z. B. Düsseldorf oder Bayern München Amateure). Wenn wir mindestens gesichert in der Spitzengruppe der 3. Liga sein wollen und natürlich auch wieder das Ziel Aufstieg in die 2. Liga ins Auge fassen, gehört ein modernes und auch etwas größeres Stadion einfach zu den Voraussetzungen dazu. Wenn wir dann über die bisherigen Planungen hinausgehen und auch gleich die Nordkurve mit ausbauen könnten, würden dem Verein beträchtliche zusätzliche Mittel zufließen. Und erst dann verfügt er wirklich über optimale Wettbewerbsbedingungen gegenüber der sehr starken Konkurrenz - sei es in der 3. oder in der 2. Liga.“
Die angespannte Finanzlage bei Eintracht, der mögliche Ausbau der Nordkurve in einem Zuge und die Neubewertung der Notwendigkeit von VIP-Logen erforderten aber sicherlich intensive Beratungen in den städtischen Gremien und ggf. eine neue Planung. Darüber müsse möglichst kurzfristig mit den Fraktionen und natürlich der Eintracht selbst gesprochen werden. Er werde dazu schon morgen im Verwaltungsausschuss entsprechende Vorstellungen vortragen, kündigte der OB an.